Magnetische Werkstoffe

Was ist der wichtigste stoffliche Grund dafür, dass Neodym-Magnete mit Nd₂Fe₁₄B als Hauptphase eine große Koerzitivfeldstärke haben können?

  1. AEs ist kubisch und hat kaum magnetokristalline Anisotropie, sodass die Magnetisierung in jeder Richtung stabil ist
  2. BSeine Sättigungsmagnetisierung ist mit ca. 1,6 T groß, und eine größere Sättigungsmagnetisierung bedeutet stets eine größere Koerzitivfeldstärke
  3. CEs ist tetragonal und besitzt eine starke einachsige magnetokristalline Anisotropie in Richtung der c-Achse
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Lösung: C. Es ist tetragonal und besitzt eine starke einachsige magnetokristalline Anisotropie in Richtung der c-Achse

Ein Richtwert für die Obergrenze der Koerzitivfeldstärke ist das Anisotropiefeld HA = 2K/(µ₀Ms); je größer K, desto schwerer lässt sich die Magnetisierung aus der leichten Richtung herausdrehen. Nd₂Fe₁₄B ist tetragonal und besitzt durch den Beitrag der 4f-Elektronen des Nd eine starke einachsige magnetokristalline Anisotropie in Richtung der c-Achse; µ₀HA erreicht ca. 7,5 T. Die tatsächliche Koerzitivfeldstärke ist deutlich kleiner als HA, weil an Stellen wie den Kornoberflächen umgekehrt magnetisierte Bezirke entstehen; man erhöht sie durch Einstellen des Gefüges, etwa der Korngrenzenphase. Kubisch und nahezu ohne Anisotropie zu sein, ist die Bedingung für weichmagnetische Werkstoffe wie Permalloy. Die Sättigungsmagnetisierung von Nd₂Fe₁₄B ist mit ca. 1,6 T groß und erhöht die Remanenzflussdichte, doch Ms steht in der Formel für HA im Nenner, sodass die Koerzitivfeldstärke nicht zwangsläufig größer wird.

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