Mechanische Eigenschaften und Bruch
Welche Aussage über die Härteprüfung nach Vickers trifft zu?
- AEine vierseitige Diamantpyramide mit 136° Flächenwinkel wird eingedrückt; die Härte folgt aus den Diagonalen des Eindrucks
- BEine Kugel aus Hartmetall oder Stahl, z. B. mit 10 mm Durchmesser, wird eingedrückt; die Härte folgt aus dem Eindruckdurchmesser
- CDie Härte folgt aus der Differenz der Eindringtiefen eines Diamantkegels o. Ä. unter Vor- und Prüfkraft, ohne die Eindruckgröße zu messen
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Lösung: A. Eine vierseitige Diamantpyramide mit 136° Flächenwinkel wird eingedrückt; die Härte folgt aus den Diagonalen des Eindrucks
Bei der Härteprüfung nach Vickers wird eine vierseitige Diamantpyramide mit einem Flächenwinkel von 136° eingedrückt. Aus dem Mittelwert d der beiden Eindruckdiagonalen bestimmt man die Oberfläche des Eindrucks und berechnet HV = 0,1891F/d² (F in N, d in mm). Da die Form des Eindringkörpers geometrisch ähnliche Eindrücke erzeugt, bleibt der Wert bei unterschiedlicher Prüfkraft nahezu gleich; das Verfahren eignet sich daher auch für dünne Schichten und kleine Bereiche (Mikrohärteprüfung nach Vickers). Eine Kugel einzudrücken und den Eindruckdurchmesser zu messen, ist die Härteprüfung nach Brinell; sie eignet sich zur Messung der mittleren Härte grober Gefüge. Die Härte aus der Differenz der Eindringtiefen zu bestimmen, ist die Härteprüfung nach Rockwell, die sich für die Prüfung von Serienteilen eignet. Umrechnungen zwischen den Prüfverfahren sind empirisch.
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