Oberflächentechnik und Tribologie

Welcher der folgenden Verschleißmechanismen ist adhäsiver Verschleiß?

  1. AHarte Partikel oder harte Rauheitsspitzen des Gegenkörpers ritzen die weichere Oberfläche und tragen sie ab
  2. BWiederholte Kontaktspannungen, etwa beim Wälzkontakt, erzeugen Risse unter der Oberfläche, und die Randschicht platzt in kleinen Stücken ab
  3. CAn den wahren Kontaktstellen verbinden sich die Metalle fest; beim Abscheren durch das Gleiten geht Material auf den Gegenkörper über oder löst sich als Verschleißpartikel
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Lösung: C. An den wahren Kontaktstellen verbinden sich die Metalle fest; beim Abscheren durch das Gleiten geht Material auf den Gegenkörper über oder löst sich als Verschleißpartikel

Adhäsiver Verschleiß entsteht, wenn sich an den wahren Kontaktstellen die Oberflächenatome verbinden (Mikroverschweißung): Werden die Adhäsionsstellen beim Gleiten abgeschert, reißt Material auf der schwächeren Seite heraus, wird auf den Gegenkörper übertragen und löst sich schließlich als Verschleißpartikel. Er ist besonders stark zwischen sauberen gleichartigen Metallen und führt in schweren Fällen zum Fressen. Paarungen von Metallen, die sich gegenseitig kaum lösen, Schmierstoffe und Oxidschichten verringern die Adhäsion. Das Abtragen durch harte Partikel oder Rauheitsspitzen ist abrasiver Verschleiß; das Abplatzen durch Risse, die unter wiederholten Kontaktspannungen von unterhalb der Oberfläche wachsen, ist der in Lagern und Zahnrädern auftretende Ermüdungsverschleiß (Grübchenbildung oder Abblätterung). Im realen Verschleiß wirken diese Mechanismen häufig gleichzeitig.

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