Metallische Werkstoffe und Legierungen
Welchen Behandlungszustand bezeichnet „T6“ im Kurzzeichen der Aluminiumlegierung „A6061-T6“?
- ALösungsgeglüht und anschließend bei Raumtemperatur kaltausgelagert
- BLösungsgeglüht und anschließend warmausgelagert
- CDurch Kaltumformung kaltverfestigt
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Lösung: B. Lösungsgeglüht und anschließend warmausgelagert
Bei den Kurzzeichen von Aluminiumlegierungen gibt die vierstellige Zahl die Legierungsgruppe an (die 6000er-Reihe ist Al-Mg-Si), das Zeichen nach dem Bindestrich den Werkstoffzustand. T6 bedeutet, dass der Werkstoff nach dem Lösungsglühen und Abschrecken durch Erwärmen auf etwa 150 bis 200 °C warmausgelagert und durch feine Ausscheidungen vom Mg₂Si-Typ verfestigt wurde. Lösungsgeglüht und bei Raumtemperatur kaltausgelagert ist der Zustand T4, dessen Festigkeit etwas unter der von T6 liegt. Die Kaltverfestigung durch Kaltumformung wird mit H bezeichnet und bei nicht aushärtbaren Legierungen wie der 5000er-Reihe verwendet. Außerdem bezeichnet O den weichgeglühten Zustand (den weichsten Zustand) und F den Herstellungszustand. Da die Festigkeit derselben Legierung stark vom Werkstoffzustand abhängt, werden in Zeichnungen beide angegeben.
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