Metallische Werkstoffe und Legierungen

Welche Abfolge der Erstarrungsgefüge zeigt sich im Allgemeinen im Querschnitt eines Gussblocks, der durch Gießen von schmelzflüssigem Metall in eine Kokille entsteht?

  1. AVon außen: Stängelkristalle, feinkörnige Randzone, Globulite
  2. BVon außen: Globulite, Stängelkristalle, feinkörnige Randzone
  3. CVon außen: feinkörnige Randzone, Stängelkristalle, Globulite
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Lösung: C. Von außen: feinkörnige Randzone, Stängelkristalle, Globulite

Trifft die Schmelze auf die kalte Kokillenwand, entstehen wegen der starken Unterkühlung viele Keime auf einmal, sodass sich an der Oberfläche eine Schicht feiner, gleichachsiger Kristalle bildet (feinkörnige Randzone). Danach wachsen bevorzugt die Körner, deren Orientierung das Wachstum begünstigt, entgegen der Richtung, in der die Wärme zur Kokillenwand abfließt (von innen nach außen), und es entsteht eine Zone langgestreckter Stängelkristalle, die nach innen weisen. Im Kern wird der Temperaturgradient klein, und aus Kristallbruchstücken, die in der Schmelze treiben, wachsen gleichachsige Kristalle ohne Vorzugsrichtung (Globulite). Die Antworten, die außen mit Stängelkristallen oder Globuliten beginnen, vertauschen diese Reihenfolge. Stängelkristalle haben richtungsabhängige Eigenschaften, und an den Flächen, an denen sie aufeinandertreffen, reichern sich leicht Verunreinigungen an; bei Gussteilen wird deshalb mitunter durch Impfen oder Rühren der Anteil gleichachsiger Kristalle erhöht.

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