Oberflächentechnik und Tribologie

Welche Aussage über die außenstromlose Vernickelung (Ni-P-Schicht) trifft zu?

  1. AWie beim Galvanisieren wird die Schicht an Ecken und Kanten mit Stromkonzentration dicker und kaum in Bohrungen abgeschieden, sodass sie für Teile komplexer Form ungeeignet ist
  2. BWegen des Phosphorgehalts wird sie nicht amorph, und bei einer Wärmebehandlung bei etwa 400 °C entweicht der Phosphor aus der Oberfläche, sodass sie weich wird
  3. CSie wird ohne äußere Stromquelle durch ein Reduktionsmittel autokatalytisch abgeschieden, wächst daher auch auf komplexen Formen nahezu gleichmäßig dick auf und wird durch Wärmebehandlung härter
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Lösung: C. Sie wird ohne äußere Stromquelle durch ein Reduktionsmittel autokatalytisch abgeschieden, wächst daher auch auf komplexen Formen nahezu gleichmäßig dick auf und wird durch Wärmebehandlung härter

Die außenstromlose Vernickelung beruht darauf, dass Hypophosphit im Elektrolyten die Nickelionen reduziert und das abgeschiedene Nickel selbst als Katalysator für die weitere Abscheidung wirkt. Da die Abscheidung nicht von der Stromverteilung abhängt, entsteht auch in Bohrungen und auf Teilen komplexer Form eine gleichmäßig dicke Schicht, und nach geeigneter Vorbehandlung lassen sich auch Nichtleiter wie Kunststoffe beschichten. Die Schicht enthält einige bis über zehn Prozent Phosphor, und phosphorreiche Schichten sind amorph. Bei einer Wärmebehandlung bei etwa 400 °C scheidet sich Ni₃P aus, und die Härte steigt von etwa 500 HV auf etwa 900 bis 1000 HV. Dicke Schichten an Ecken und Kanten und eine schlechte Abscheidung in Bohrungen kennzeichnen das Galvanisieren mit elektrischem Strom. Durch die Wärmebehandlung entweicht der Phosphor nicht, und die Schicht wird auch nicht weich.

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