Verbundwerkstoffe
Welche Aussage über die Steifigkeit in der Ebene eines Laminats, in dem unidirektionale Schichten wie bei [0/90]ₛ kreuzweise und symmetrisch gestapelt sind, trifft zu?
- ADie E-Moduln in 0°- und 90°-Richtung sind gleich, und unter 45° wirken beide Schichten je zur Hälfte, sodass es in der Ebene isotrop ist
- BNur die 0°-Richtung hat einen hohen E-Modul; in 90°-Richtung tragen keine Fasern Last, und es gilt der E-Modul des reinen Harzes
- CDie E-Moduln in 0°- und 90°-Richtung sind nahezu gleich, doch unter 45° überwiegt der Schub in der Ebene, und der E-Modul ist kleiner
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Lösung: C. Die E-Moduln in 0°- und 90°-Richtung sind nahezu gleich, doch unter 45° überwiegt der Schub in der Ebene, und der E-Modul ist kleiner
Bei [0/90]ₛ nehmen bei Zug in 0°-Richtung die 0°-Schichten und bei Zug in 90°-Richtung die 90°-Schichten die Last in Faserrichtung auf, sodass die E-Moduln in beiden Richtungen nahezu gleich sind. Bei Zug unter 45° weichen die Fasern aller Schichten jedoch um 45° von der Lastrichtung ab; die Verformung ist dann überwiegend ein Schub in der Ebene, den hauptsächlich das Harz trägt, und der Elastizitätsmodul sinkt stark. Soll das Laminat in der Ebene annähernd isotrop sein, wird es wie [0/±45/90]ₛ mit zusätzlichen 45°-Schichten als quasiisotropes Laminat aufgebaut. Die Aussage, unter 45° sei es genauso, übersieht diesen Punkt. Auch in 90°-Richtung tragen die Fasern der 90°-Schichten die Last, sodass nicht der E-Modul des reinen Harzes gilt. Unabhängig vom Lagenaufbau trägt in Dickenrichtung das Harz, sodass Delamination weiterhin leicht auftritt.