Werkstoffverarbeitung und Fügen
Als Richtwert für die Schweißeignung von Stahl wird das Kohlenstoffäquivalent Ceq = C + Mn/6 + (Cr + Mo + V)/5 + (Ni + Cu)/15 (in Massen-%) berechnet. Welcher Wert kommt dem Ceq eines Stahls mit 0,20 % C, 1,20 % Mn, 0,30 % Cr, 0,10 % Mo, 0 % V, 0,30 % Ni und 0,15 % Cu am nächsten?
- AEtwa 0,40 %
- BEtwa 0,51 %
- CEtwa 2,25 %
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Lösung: B. Etwa 0,51 %
Die einzelnen Terme ergeben C = 0,20, Mn/6 = 0,20, (Cr + Mo + V)/5 = 0,40/5 = 0,08 und (Ni + Cu)/15 = 0,45/15 = 0,03, zusammen Ceq = 0,51 %. Etwa 0,40 % entsteht, wenn nach den Termen für C und Mn aufgehört wird, etwa 2,25 %, wenn die Gehalte ohne Division durch die Faktoren einfach addiert werden. Das Kohlenstoffäquivalent rechnet die Wirkung der einzelnen Legierungselemente auf die Einhärtbarkeit in eine Kohlenstoffmenge um und summiert sie. Je höher Ceq ist, desto eher wird die Wärmeeinflusszone beim Schweißen schnell abgekühlt und zu hartem Martensit, und desto größer ist die Gefahr von Kaltrissen. Als Richtwert lässt sich bei einem Ceq von etwa 0,4 % oder weniger oft ohne Vorwärmen schweißen; darüber ist je nach Blechdicke, Einspannung und Wasserstoffgehalt ein Vorwärmen erforderlich.
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