Elektronische, magnetische und optische Werkstoffe

Ein 1,0 µm dicker Film aus einem Werkstoff mit dem Absorptionskoeffizienten 1,0×10⁴ cm⁻¹ wird beleuchtet. Welcher Wert kommt dem Anteil des Lichts, der den Film durchdringt, am nächsten? Die Reflexion an der Oberfläche wird vernachlässigt, und es gilt I = I₀exp(−αx).

  1. Aca. 37 %
  2. Bca. 10 %
  3. Cca. 63 %
Lösung und Erläuterung anzeigen

Lösung: A. ca. 37 %

In cm umgerechnet ist die Dicke x = 1,0 µm = 1,0×10⁻⁴ cm, also αx = 1,0×10⁴ × 1,0×10⁻⁴ = 1,0. Der durchgelassene Anteil beträgt exp(−1,0) ≈ 0,37, also ca. 37 %. Ca. 10 % ergibt sich, wenn man statt mit exp mit einer Zehnerpotenz (10⁻¹) rechnet; hier liegt eine Verwechslung mit der über den dekadischen Logarithmus definierten Extinktion vor. Ca. 63 % ist 1 − exp(−1), der im Film absorbierte Anteil. 1/α ist die Eindringtiefe, bei der die Lichtintensität auf 1/e abgefallen ist, bei diesem Werkstoff also 1 µm. Direkte Halbleiter haben für Licht mit einer Energie oberhalb der Bandlücke ein großes α von 10⁴–10⁵ cm⁻¹ und können das Licht daher schon in dünnen Schichten ausreichend absorbieren.

Fehler melden

Dieses Thema üben Zurück zum Thema

Weitere Fragen zum Thema „Elektronische, magnetische und optische Werkstoffe“

  1. Was ist der Hauptgrund dafür, dass Silizium als lichtemittierendes Material in Leuchtdioden kaum verwendet wird?
  2. Welcher Wert kommt dem spezifischen Widerstand von n-leitendem Silizium mit einer Donatorkonzentration von 1,0×10¹⁶ cm⁻³ (Raumtemperatur, alle Donatoren ionisiert) am nächsten? Die Elektronenbeweglichkeit beträgt 1350 cm²/(V·s), die Elementarladung 1,60×10⁻¹⁹ C; der Beitrag der Löcher wird vernachlässigt.
  3. Welche Kombination beschreibt richtig, wie sich der spezifische elektrische Widerstand bei steigender Temperatur ändert? Der Halbleiter befindet sich im Eigenleitungsbereich.
  4. Der durch Gitterschwingungen bedingte spezifische Widerstand von reinem Kupfer beträgt bei 300 K 1,70 µΩ·cm und bei 77 K 0,20 µΩ·cm. Durch Zugabe von Fremdatomen erhält eine Kupferlegierung einen temperaturunabhängigen Restwiderstand von 0,40 µΩ·cm. Welcher Wert kommt dem Verhältnis ρ(300 K)/ρ(77 K) dieser Legierung nach der Matthiessenschen Regel am nächsten?
  5. Magnesium hat zwei Valenzelektronen, und das aus den 3s-Orbitalen gebildete Band ist mit zwei Elektronen pro Atom gerade vollständig besetzt. Welche Aussage erklärt richtig, warum Magnesium trotzdem ein Metall ist?