Wärmebehandlung und metallische Werkstoffe
Welche Aussage über die Rekristallisation beim Erwärmen eines kaltverformten Metalls trifft zu?
- AEs entstehen neue, nahezu verzerrungsfreie Körner; die Festigkeit sinkt, und die Duktilität wird wiederhergestellt
- BJe höher der Umformgrad, desto höher ist die Rekristallisationstemperatur
- CNach Abschluss der Rekristallisation wachsen die Körner auch bei weiterem Erwärmen nicht mehr
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Lösung: A. Es entstehen neue, nahezu verzerrungsfreie Körner; die Festigkeit sinkt, und die Duktilität wird wiederhergestellt
Erwärmt man ein kaltverformtes Metall, setzt zunächst die Erholung ein, bei der sich Versetzungen umordnen und innere Spannungen abnehmen; bei höheren Temperaturen folgt die Rekristallisation, bei der, angetrieben von der gespeicherten Verformungsenergie, neue, nahezu verzerrungsfreie Körner entstehen und wachsen. Da die Versetzungsdichte stark sinkt, nehmen Festigkeit und Härte ab, und die Duktilität wird wiederhergestellt. Je höher der Umformgrad, desto größer ist die gespeicherte Energie und desto niedriger die Rekristallisationstemperatur. Als Richtwert liegt die Rekristallisationstemperatur beim 0,3- bis 0,5-Fachen der Schmelztemperatur (als absolute Temperatur), sie hängt aber von Umformgrad und Reinheit ab. Wird nach der Rekristallisation weiter erwärmt, schreitet das Kornwachstum fort, um die Korngrenzenenergie zu verringern.
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