Polymere und Verbundwerkstoffe
Welche Eigenschaft kennzeichnet einen Duroplast?
- AEr erweicht und schmilzt beim Erwärmen und erstarrt beim Abkühlen, sodass er beliebig oft neu geformt werden kann
- BSeine Molekülketten sind dreidimensional netzartig vernetzt, sodass er nach dem Aushärten auch beim Erwärmen nicht schmilzt
- CSeine Molekülketten sind linear und unvernetzt, sodass er sich auch nach dem Aushärten leicht in Lösungsmitteln löst
Lösung und Erläuterung anzeigen
Lösung: B. Seine Molekülketten sind dreidimensional netzartig vernetzt, sodass er nach dem Aushärten auch beim Erwärmen nicht schmilzt
Duroplaste wie Epoxid- und Phenolharze bilden bei der Härtungsreaktion chemische Bindungen (Vernetzungen) zwischen den Molekülketten und erhalten so eine dreidimensionale Netzwerkstruktur. Nach dem Aushärten schmelzen sie daher auch beim Erwärmen nicht, sondern zersetzen sich bei hoher Temperatur, bevor sie fließen. Sie zeichnen sich durch Maßhaltigkeit, Wärmebeständigkeit und Lösungsmittelbeständigkeit aus und werden als Vergussmassen für Halbleiter, für Leiterplatten und als Matrix von CFK verwendet. Dass ein Kunststoff beim Erwärmen erweicht und schmilzt und beliebig oft neu geformt werden kann, kennzeichnet Thermoplaste wie Polyethylen oder PET. Thermoplaste haben lineare oder verzweigte Molekülketten ohne Vernetzung, und viele von ihnen lösen sich in Lösungsmitteln. Ein Problem der Duroplaste ist, dass sie sich schwer recyceln lassen.
Weiter: 9 weitere Fragen zum Thema „Polymere und Verbundwerkstoffe“