CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff): Was ist damit gemeint?

Verbundwerkstoff (engl. CFRP) aus Kohlenstofffasern, die mit Epoxidharz oder einem anderen Harz gebunden sind. Wegen geringer Dichte sowie hohem E-Modul und hoher Festigkeit besitzt er eine hervorragende spezifische Steifigkeit und wird in Flugzeugen, Automobilen und Sportgeräten eingesetzt.

Japanische Bezeichnung: CFRP(炭素繊維強化プラスチック)

„CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff)“ kommt in 6 Übungsfragen aus 3 Themen vor, darunter Werkstoffauswahl und Konstruktion, Verbundwerkstoffe, Polymere und Verbundwerkstoffe.

Fachgebiet: Verbundwerkstoffe

Selbst ausprobieren: Fragen zu CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff)

Welcher Vergleich zwischen CFK (kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff) und GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff) trifft zu?

  1. AGFK leitet Strom und verursacht daher anders als CFK bei Kontakt mit Aluminiumlegierungen leicht Kontaktkorrosion
  2. BCFK ist gut durchlässig für Funkwellen und gut isolierend und eignet sich daher statt GFK für Radarabdeckungen und Isolierteile
  3. CCFK hat eine hohe spezifische Steifigkeit, leitet aber Strom und verursacht daher bei Kontakt mit Aluminiumlegierungen leicht Kontaktkorrosion
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Lösung: C. CFK hat eine hohe spezifische Steifigkeit, leitet aber Strom und verursacht daher bei Kontakt mit Aluminiumlegierungen leicht Kontaktkorrosion

Kohlenstofffasern haben mit etwa 1,8 g/cm³ eine geringere Dichte als Glasfasern (etwa 2,5 g/cm³) und mit etwa 230 GPa oder mehr einen mehr als dreimal so hohen Elastizitätsmodul wie Glasfasern (etwa 70 GPa); CFK zeichnet sich daher durch hohe spezifische Steifigkeit und Festigkeit aus und wird in Flugzeugen und Sportartikeln eingesetzt. Es ist jedoch teuer, und da Kohlenstofffasern Strom leiten und ein edles Elektrodenpotential haben, erleidet das Aluminium leicht Kontaktkorrosion, wenn CFK mit Aluminiumlegierungen in Kontakt steht; als Gegenmaßnahme wird z. B. eine Glasfaserlage dazwischengelegt. Strom leitet CFK, nicht GFK. Gute Durchlässigkeit für Funkwellen und gute Isolation kennzeichnen GFK, das für Radome, elektrische Isolierteile sowie preiswerte Bootsrümpfe und Badewannen verwendet wird.

Welcher Wert kommt dem Verhältnis CFK/Stahl des spezifischen E-Moduls (Elastizitätsmodul/Dichte) in Faserrichtung am nächsten, für unidirektionales CFK (Elastizitätsmodul in Faserrichtung 140 GPa, Dichte 1,6 g/cm³) und Stahl (Elastizitätsmodul 210 GPa, Dichte 7,9 g/cm³)?

  1. Aca. 0,67
  2. Bca. 3,3
  3. Cca. 4,9
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Lösung: B. ca. 3,3

Der spezifische E-Modul beträgt bei CFK 140/1,6 = 87,5 und bei Stahl 210/7,9 ≈ 26,6 (beide in GPa/(g/cm³)), das Verhältnis also 87,5/26,6 ≈ 3,3. Der Elastizitätsmodul selbst ist bei CFK zwar kleiner, doch die Dichte beträgt nur etwa ein Fünftel, sodass CFK bei gleichem Gewicht etwa die 3,3-fache Steifigkeit hat. Ca. 0,67 vergleicht nur die Elastizitätsmoduln (140/210), ca. 4,9 nur das Dichteverhältnis (7,9/1,6). Dieser Wert gilt allerdings nur in Faserrichtung; quer zur Faser ist der spezifische E-Modul weit kleiner als der von Stahl. In realen Strukturen werden die Richtungen durch den Lagenaufbau ausgeglichen, sodass der Vorteil der spezifischen Steifigkeit kleiner als dieser Wert ausfällt.

„CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff)“ in den Erläuterungen

Fragen, in denen „CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff)“ vorkommt (6)

  1. Welcher Vergleich zwischen CFK (kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff) und GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff) trifft zu?
  2. Welcher Wert kommt dem Verhältnis CFK/Stahl des spezifischen E-Moduls (Elastizitätsmodul/Dichte) in Faserrichtung am nächsten, für unidirektionales CFK (Elastizitätsmodul in Faserrichtung 140 GPa, Dichte 1,6 g/cm³) und Stahl (Elastizitätsmodul 210 GPa, Dichte 7,9 g/cm³)?
  3. Ein Zugstab festgelegter Länge und Zugsteifigkeit wird aus Stahl (E = 210 GPa, ρ = 7,8 g/cm³, Preis pro kg = 1) und aus CFK (quasiisotropes Laminat; E = 70 GPa, ρ = 1,6 g/cm³, Preis pro kg das 20-Fache von Stahl) gefertigt. Das Wievielfache der Materialkosten des Stahlstabs betragen etwa die Materialkosten des CFK-Stabs, wenn die Querschnittsfläche frei gewählt werden kann?
  4. Welche Eigenschaft kennzeichnet einen Duroplast?
  5. Ein Balken mit quadratischem Querschnitt, festgelegter Länge und festgelegter Biegesteifigkeit soll durch freie Wahl der Querschnittsgröße möglichst leicht werden. Welcher Materialindex ist zu maximieren, wenn E der Elastizitätsmodul und ρ die Dichte ist?
  6. Vergleicht man bei einem üblichen Pkw mit Ottomotor die über den Lebenszyklus von der Werkstoffherstellung bis zur Entsorgung verbrauchte Energie nach Phasen: Welche Phase ist gewöhnlich die größte, und welcher Grundsatz der Werkstoffauswahl folgt daraus?

Rechner für Materialwissenschaft

Verwandte Begriffe

Elastizitätsmodul (E-Modul) Spezifische Steifigkeit Materialindex (Leistungsindex) GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) Kontaktkorrosion Quasiisotropes Laminat Duroplast Ökobilanz Delamination Keramischer Faserverbundwerkstoff

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