Dünne Schichten, Oberflächen und Nanomaterialien
Welche Aussage beschreibt unter den Wachstumsmodi dünner Schichten das Stranski-Krastanov-Wachstum (SK-Wachstum) richtig?
- ADie Bindung zwischen Schicht und Substrat ist schwach, und von Anfang an wachsen verstreute dreidimensionale Inseln auf dem Substrat
- BNach einem Lagenwachstum von einigen Atomlagen wachsen dreidimensionale Inseln, etwa infolge angesammelter Verspannung
- CTrotz Gitterfehlanpassung wächst die Schicht bis zuletzt Atomlage für Atomlage
Lösung und Erläuterung anzeigen
Lösung: B. Nach einem Lagenwachstum von einigen Atomlagen wachsen dreidimensionale Inseln, etwa infolge angesammelter Verspannung
Beim Stranski-Krastanov-Wachstum wächst zunächst lagenweise eine Benetzungsschicht aus einigen Atomlagen; sammelt sich danach Verzerrungsenergie infolge der Gitterfehlanpassung an, wachsen zu ihrem Abbau dreidimensionale Inseln. Ein typisches Beispiel ist die Selbstorganisation von Quantenpunkten aus InAs auf GaAs (Gitterfehlanpassung etwa 7 %). Von Anfang an als dreidimensionale Inseln wächst die Schicht beim Volmer-Weber-Wachstum (VW), das auftritt, wenn die Bindung der Schichtatome untereinander stärker ist als die Bindung zwischen Schicht und Substrat; es ist häufig bei Metallschichten auf Oxiden zu beobachten. Bis zuletzt lagenweise wächst die Schicht beim Frank-van-der-Merwe-Wachstum (FM), das idealerweise bei gitterangepasster Epitaxie auftritt.
Weiter: 9 weitere Fragen zum Thema „Dünne Schichten, Oberflächen und Nanomaterialien“