Korrosion und Oberflächenbehandlung
Welche Aussage über die Spannungsrisskorrosion trifft zu?
- ASie tritt bevorzugt dort auf, wo durch Kugelstrahlen Druckeigenspannungen in die Oberfläche eingebracht wurden
- BSie tritt nur auf, wenn die Spannung die Streckgrenze übersteigt und sich der Werkstoff plastisch verformt
- CSie tritt auf, wenn ein anfälliger Werkstoff unter Zugspannung einem bestimmten korrosiven Medium ausgesetzt ist
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Lösung: C. Sie tritt auf, wenn ein anfälliger Werkstoff unter Zugspannung einem bestimmten korrosiven Medium ausgesetzt ist
Bei der Spannungsrisskorrosion wachsen in einem anfälligen Werkstoff unter Zugspannung (äußere Last oder Eigenspannungen aus Schweißen oder Umformen) in einem bestimmten korrosiven Medium Risse schon bei Spannungen weit unterhalb der Streckgrenze. Typische Beispiele sind austenitische nichtrostende Stähle in heißen chloridhaltigen Medien und Messing in ammoniakhaltigen Medien (Season Cracking). Sie ist gefährlich, weil das Bauteil äußerlich kaum korrodiert aussieht und plötzlich bricht. Da sie verhindert wird, wenn eine der drei Bedingungen entfällt, werden die Eigenspannungen durch Spannungsarmglühen gesenkt oder durch Kugelstrahlen Druckeigenspannungen in die Oberfläche eingebracht. Druckspannungen öffnen keine Risse; die Aussage, sie trete bevorzugt bei Druckeigenspannungen auf, ist daher umgekehrt. Auch die Aussage, sie trete erst oberhalb der Streckgrenze auf, ist falsch.
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