Thermodynamik der Werkstoffe
Welche Aussage über die Aktivität einer Komponente in einer Lösung (Flüssigkeit oder Mischkristall) trifft zu?
- ADie Aktivität ist stets gleich der Stoffmengenkonzentration (mol/L), und der Aktivitätskoeffizient hängt nicht von der Art der Lösung ab
- BEin Aktivitätskoeffizient größer als 1 (positive Abweichung vom Raoultschen Gesetz) liegt vor, wenn sich ungleiche Atome stärker anziehen als gleiche
- CMit dem reinen Festkörper oder der reinen Flüssigkeit als Bezug (Aktivität 1) ist die Aktivität einer Komponente in einer idealen Lösung gleich ihrem Stoffmengenanteil
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Lösung: C. Mit dem reinen Festkörper oder der reinen Flüssigkeit als Bezug (Aktivität 1) ist die Aktivität einer Komponente in einer idealen Lösung gleich ihrem Stoffmengenanteil
Die Aktivität a ist die „thermodynamisch wirksame Konzentration“, die so definiert ist, dass sich das chemische Potential einer Komponente in der Lösung als μ = μ° + RT ln a schreiben lässt. Mit dem Reinstoff als Bezugszustand ist die Aktivität eines reinen Festkörpers oder einer reinen Flüssigkeit 1, und in einer idealen Lösung gilt nach dem Raoultschen Gesetz a = x (Stoffmengenanteil). In realen Lösungen schreibt man a = γx; der Aktivitätskoeffizient γ beschreibt die Abweichung vom idealen Verhalten. Ziehen sich ungleiche Atome schwächer an als gleiche, entweicht die Komponente leichter aus der Lösung, es ist γ > 1 (positive Abweichung), und es besteht eine Neigung zur Entmischung. Ziehen sich ungleiche Atome stark an, ist γ < 1, und es zeigt sich eine Neigung zur Ordnung oder zur Verbindungsbildung. Die Aktivität mit der Stoffmengenkonzentration gleichzusetzen, ist nur eine Näherung für verdünnte wässrige Lösungen.
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