Nichteisenmetalle und -legierungen
Wofür steht im ASTM-Bezeichnungssystem für Magnesiumlegierungen die für Druckguss weit verbreitete Legierung „AZ91“?
- AEine Legierung mit den Hauptzusätzen Al und Zn, mit etwa 9 Massen-% Al und etwa 1 Massen-% Zn
- BEine Legierung mit den Hauptzusätzen Al und Zr, mit etwa 9 Massen-% Al und etwa 0,1 Massen-% Zr
- CEine Legierung mit den Hauptzusätzen Zn und Al, mit etwa 9 Massen-% Zn und etwa 1 Massen-% Al
Lösung und Erläuterung anzeigen
Lösung: A. Eine Legierung mit den Hauptzusätzen Al und Zn, mit etwa 9 Massen-% Al und etwa 1 Massen-% Zn
Im ASTM-System werden die beiden Hauptlegierungselemente in absteigender Reihenfolge ihres Gehalts mit je einem Buchstaben angegeben (A für Al, Z für Zn, M für Mn, K für Zr, E für Seltene Erden, W für Y usw.), und die folgenden Zahlen sind ihre gerundeten Massenanteile in Prozent. AZ91 enthält etwa 9 % Al und etwa 1 % Zn; ein angehängter Buchstabe wie in AZ91D unterscheidet Entwicklungsstufen, etwa mit strengerer Kontrolle der Verunreinigungen. Der Buchstabe für Zr ist K, daher ist es falsch, Z als Zr zu lesen. Die Zahlen folgen der Reihenfolge der Buchstaben, daher ist es ebenfalls falsch, 9 % Zn herauszulesen. Al steigert die Festigkeit durch Mischkristallverfestigung sowie durch Bildung von Mg₁₇Al₁₂ bei der Erstarrung und durch Ausscheidung und verbessert Fließfähigkeit und Gießbarkeit; zu viel Al senkt jedoch die Duktilität. Für Knetprodukte wird häufig AZ31 (etwa 3 % Al und etwa 1 % Zn) verwendet.
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