Weibull-Modul: Was ist damit gemeint?

Parameter m der Weibull-Verteilung, der angibt, wie gering die Streuung der Festigkeit ist. Je größer er ist, desto kleiner die Streuung: bei Keramiken etwa 5–20, bei Metallen einige Dutzend und mehr.

Japanische Bezeichnung: ワイブル係数

„Weibull-Modul“ kommt in 2 Übungsfragen aus 1 Thema vor, darunter Keramik und Glas.

Fachgebiet: Keramik und Glas

Selbst ausprobieren: Fragen zu Weibull-Modul

Die Festigkeit einer Keramik folge der Weibull-Verteilung Pf = 1 − exp[−(σ/σ₀) hoch m] mit dem Skalenparameter σ₀ = 400 MPa und dem Weibull-Modul m = 10. Welcher Wert kommt der Bruchwahrscheinlichkeit bei einer Belastung mit 300 MPa am nächsten?

  1. Aca. 5,5 %
  2. Bca. 53 %
  3. Cca. 95 %
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Lösung: A. ca. 5,5 %

σ/σ₀ = 300/400 = 0,75, und die zehnte Potenz davon ist 0,75¹⁰ ≈ 0,0563. Damit ist Pf = 1 − exp(−0,0563) ≈ 0,055, also etwa 5,5 %. Ca. 53 % vergisst die Potenz m und rechnet 1 − exp(−0,75). Ca. 95 % hält exp(−0,0563) ≈ 0,945 für die Bruchwahrscheinlichkeit; das ist jedoch die Überlebenswahrscheinlichkeit (Zuverlässigkeit). Da die Festigkeit von Keramiken von der Größe innerer Fehler bestimmt wird, streut sie stärker als bei Metallen; m liegt typischerweise bei etwa 5–20. Je größer m, desto geringer die Streuung und desto schneller sinkt die Bruchwahrscheinlichkeit bei Spannungen unterhalb von σ₀.

Bei einer Keramik mit dem Weibull-Modul m = 10 hatten Proben mit dem Volumen V eine charakteristische Festigkeit von 500 MPa. Welcher Wert kommt der charakteristischen Festigkeit eines Bauteils aus demselben Werkstoff mit dem Volumen 10V am nächsten, wenn der Weibullsche Volumeneffekt σ₂/σ₁ = (V₁/V₂) hoch 1/m verwendet wird?

  1. Aca. 50 MPa
  2. Bca. 500 MPa (unverändert)
  3. Cca. 397 MPa
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Lösung: C. ca. 397 MPa

Nach dem Modell des schwächsten Glieds enthält ein größeres Volumen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen großen Fehler, sodass die Festigkeit sinkt. σ₂ = 500 × (1/10) hoch 0,1 = 500 × 0,794 ≈ 397 MPa. Ca. 50 MPa nimmt an, dass die Festigkeit umgekehrt proportional zum Volumen ist; tatsächlich wirkt das Volumen über die m-te Wurzel, sodass der Abfall gering ausfällt. Ca. 500 MPa betrachtet die Festigkeit wie bei Metallen als größenunabhängige Werkstoffkonstante. Wird die Biegefestigkeit kleiner Proben unverändert für die Auslegung eines großen Bauteils verwendet, liegt man auf der unsicheren Seite; bei der Auslegung keramischer Bauteile wird die Festigkeit deshalb um den Unterschied im effektiven Volumen korrigiert.

Fragen, in denen „Weibull-Modul“ vorkommt (2)

  1. Die Festigkeit einer Keramik folge der Weibull-Verteilung Pf = 1 − exp[−(σ/σ₀) hoch m] mit dem Skalenparameter σ₀ = 400 MPa und dem Weibull-Modul m = 10. Welcher Wert kommt der Bruchwahrscheinlichkeit bei einer Belastung mit 300 MPa am nächsten?
  2. Bei einer Keramik mit dem Weibull-Modul m = 10 hatten Proben mit dem Volumen V eine charakteristische Festigkeit von 500 MPa. Welcher Wert kommt der charakteristischen Festigkeit eines Bauteils aus demselben Werkstoff mit dem Volumen 10V am nächsten, wenn der Weibullsche Volumeneffekt σ₂/σ₁ = (V₁/V₂) hoch 1/m verwendet wird?

Verwandte Begriffe

Perowskitstruktur Piezoelektrischer Effekt Sintern Umwandlungsverstärkung

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